Donnerstag, 17. März 2016

Die Liebe, das Glück und ein Todesfall ~ Kerry Fisher



Titel:           Die Liebe, das Glück und ein Todesfall
Autorin:      Kerry Fisher
Verlag:        Goldmann Verlag
Format:       Taschenbuch
Seitenzahl:  409 Seiten
Orig. Titel:  The School Gate Survival Guide

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Wie kam ich zu dem Buch?
Ich habe das Buch freundlicherweise vom Goldmann Verlag bekommen.*
Besonders der untere Teil des Klappentextes hat mich angesprochen. Ich stellte es mir lustig vor, wie eine Mutter aus der "Unterschicht" ihre Kinder auf eine Eliteschule schickt und sich mit den anderen Mütter und allem Drum und Dran herum schlagen muss.
Ist das Cover nicht wunderschön?

Klappentext:
Maia stellt keine hohen Ansprüche ans Leben, aber etwas mehr als eine Sozialwohnung und ein Couchpotato-Mann wäre schön. Mit diversen Putzstellen versucht sie, ihre kleine Familie über Wasser zu halten – umso tiefer sitzt der Schock, als sie erfährt, dass ihre Lieblingskundin, eine nette Professorin, verstorben ist. Doch dann die Überraschung: Maia wurde im Testament bedacht, vielmehr: Maias Kinder. Aus dem Nachlass soll das Geld für eine teure Privatschule bestritten werden. Und plötzlich finden sich Maia und ihre Kinder in einer Welt wieder, in der ein Leben ohne Bio-Obst und Geigenunterricht undenkbar ist – und in der ein hinreißender Lehrer Maias Herz höher schlagen lässt ...
Worum geht's?

Meine Meinung:
Wie man schon von dem Klappentext erfährt, geht es in dem Roman hauptsächlich um Maia und wie sie mit den neues Situationen umgehen wird. Maia war mir von Anfang an sympatisch. Sie handelt sehr intuitiv und ist immer auf das Wohl ihrer Kinder bedacht, dabei stellt sie sich selber zurück.
Die Geschichte ist aus ihrer Perspektive erzählt, trotzdem erfährt man auch vieles von den Kindern und wie sie mit der neuen Situation umgehen.
Der Vater der Kinder, Collin, ist ein sehr unsympathischer Charakter. Er hat keinen Job und seine Gründe, warum er keinen hat, erschienen mir als Ausrede. Ansonsten verbringt er den liebenlange Tag mit Drogen und Alkohol. Das Einzige an ihm, was mich einigermaßen angesprochen hat, ist ,dass er alles für seine Kinder, vor allem für die Tochter tun würde.
Alle Charaktere sind rund und in sich stimmig. Besonders Clover (Maia's Freund) ist ein offener und netter Mensch. Sie erscheint einem sofort vertraut. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich nicht von Vorurteilen leiten lassen sollte, und steht Maia bis zum Ende bei.
Das Einzige was mich an den Kindern etwas stutzig gemacht hat, ist ,dass sie zum Teil sehr viel älter rüber kommen als sie eigentlich sein sollten. Aber das ist nur eine Kleinigkeit.
Der Wandel des Lehrers hat mich total überrascht. Wobei Wandel vielleicht das falsche Wort ist, eher seine wahre Persönlichkeit.
Eine Charaktere aus dem Buch, von der ich nicht genug bekommen konnte, war die verstorbene Professorin. Sie ist ein wirklich spannende Persönlichkeit!

Da die Geschichte aus Maias Perspektive erzählt wird, ist auch der Erzählstile an sie angepasst und wird durch teilweise derbe und vulgäre Umgangssprache bestimmt. Wobei Maia selber immer versucht auf ihre Sprache zu achten.  Es ist teils sehr amüsant geschrieben.
Der Verlauf der Handlung hat mich sehr überrascht! Während des Lesens hatte ich mit einem gradlinigen Handlungsstrang mit voraussehbarem Ende gerechnet. Aber tatsächlich ist dies nicht der Fall, der Schluss ist zwar überraschend doch trotzdem noch plausibel.

Ein toller Roman mit einem etwas anderen Wortwahl. Ein unvorhersehbarer Schluss und gute Charaktere machen diesen Roman zu einem schönen Lesegenuss.





* Ich habe mein Exemplar von "Die Liebe, das Glück und ein Todesfall" kostenlos als Rezensionsexemplar vom Verlag zugeschickt bekommen. Trotzdem lest ihr hier meine eigene Meinung, die keines Falls beeinflusst ist!