Sonntag, 1. Mai 2016

Bevor ich jetzt gehe ~ Paul Kalanithi

Titel:               Bevor ich jetzt gehe:
                       Was am Ende wirklich zählt -
                       Das Vermächtnis einen jungen Arztes
Autorin:          Paul Kalanithi
Verlag:            Albrecht Knaus Verlag
Format:           Gebunden
Seitenzahl:      192 Seiten

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Wie kam ich zu dem Buch?
Ich habe es freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür!
Ich bin wirklich total gespannt auf dieses Buch, denn es wirkt auf mich wie eine Art der Ironie, dass ein Mann, der selber Diagnosen überbringt, nun die gleiche bekommt. Man sollte eigentlich gerade deswegen davon ausgehen, dass er auf eine eigentümliche Art und Weise mit dem Thema Tod und Sterben vertraut ist, aber wie wird er mit seinem eigenen Tod umgehen? Das ist für mich eine sehr spannende Frage!

Klappentext:
"Vielleicht werde ich später sterben als ich heute annnehme, aber ganz bestimmt früher als ich es mir wünsche."
Was macht das eigene Leben lebenswert? Was tun, wenn die Lebensleiter keine weiteren Stufen in eine vielversprechende Zukunft bereithält? Was bedeutet es, ein Kind zu bekommen, neues Leben entstehen zu sehen, während das eigene zu Ende geht? Bewegend und mit feiner Beobachtungsgabe schildert der junge Arzt und Neurochirurg Paul Kalanithi seine Gedanken über die ganz großen Fragen.

Meine Meinung:
Ich finde es sehr schwierig das Buch zu bewerten, weil es die persönlichen Gedanken von Paul Kalanithi sind und er viel aus seinem eigenen Leben erzählt. Ich bin es sonst gewöhnt eher Fiktionen zu lesen und deswegen hat mich dieses Werk um so mehr sehr bewegt.
Paul Kalanithi erzählt zu Beginn viel aus seinem Leben. Ich fand es total spannend immer mehr über seine Liebe zur Literatur zu erfahren und war total davon fasziniert, was für Werke er schon in jugen Jahren gelesen hat. Man merkt deutlich, dass sein Schreibstile sehr vielseitig ist und verzaubert einen mit einem ganz eigenen und außergewöhnlichen Humor.
Paul Kalanithi erzählt mehr als sehr sachlicht und fast schon ernüchternd von seiner Krankheit. Trotzdem sehr emotional.
Ich würde das Buch jedem empfehlen, der sich mit dem Thema Tod, Krankheit und Sterben auseinandersetzen will. Teilweise war das Buch sehr erdrückend und traurig, sodass ich es erst mal für kurze Zeit beiseitegelegt habe, bevor ich weiterlesen konnte.

Ein sehr schönes und verzauberndes Buch, was gleichzeitig traurig ist. Es regt einen zum Nachdenken an.