Mittwoch, 18. Mai 2016

Rezension: Memories to do ~ Linda Schipp



Titel:            Memories to do: Allies Liste

Autorin:       Linda Schipp
Verlag:         CreateSpace Independent Publishing Platform
Format:        Ebook/ Taschenbuch
Seitenzahl:   370 Seiten

 | Amazon | LB: Leserunde |






Wie kam ich zu dem Buch?
Ich habe ein Ebook-Exemplar bei einer Leserunde bei Lovelybooks gewonnen und war total aus dem Häuschen, dass ich gewonnen habe! Ich verlinke euch hier mal die Leserunde.
Ich hatte mich für das Ebook beworben, weil ich die Idee total spannend fand, wie man mit seinem Leben wohl umgehen würde, wenn einfach ein Großteil weg wäre. Außerdem hat mich brennend interessiert, was auf Allies Liste steht!

Klappentext:
In ein Schwimmbad einbrechen, zu einem Candle-Light-Dinner ausgeführt werden, mich an meine Hochzeit erinnern ...
Eine seltene Form von Amnesie hat Allies Erinnerungen an die vergangenen 17 Jahre ausgelöscht. Im Herzen noch ein Teenager steht sie ahnungslos vor ihrem zweijährigen Sohn, einem Ehemann, den sie nicht liebt, siebenhundert unbekannten Facebook-Freunden und einem verdächtig dunklen Nebel, der sich über ihre Vergangenheit zieht. Im Leben der 34-jährigen Allie ist nichts mehr von dem übrig, was ihr als Teenager wichtig war – nicht einmal ihr Name. Um den Geheimnissen der geschwärzten siebzehn Jahre auf die Spur zu kommen, reist sie zurück in die amerikanische Kleinstadt, in der ihre Erinnerungen enden. An ihrer Seite der Mensch, der ihr am nächsten und nach jahrelanger Trennung am fernsten zugleich ist: Luis. Nur ein Freund, wirklich. Ihr bester Freund. Damals zumindest


Das Cover:
Das Cover ist wirklich sehr schön. Mit dem kleinen Bötchen erinnert es an den See, wo ein Großteil der Geschehnisse spielt. Besonders die kleine Liste, die an das M angeheftet ist finde ich sehr süß.
Ein wirklich niedliches Cover.

Meine Meinung:
Wie man schon von dem Klappentext erfährt, begibt sich Allie auf die Spuren ihrer Vergangenheit, an deren Ende höffentlich ihre verlorenden Erinnerungen warten.
Auf halben Weg merkt Allie, dass sie ihre Erinnerungen nicht hinterher jagen will, und beschließt eine Liste zu erstellen mit Erinnerungen, die man erlebt haben müsste.
Leider macht diese Liste nur einen kleinen Teil der Geschichte aus. Ich hatte erwartet, dass es hauptsächlich um sie gehen würde, und bin deswegen etwas enttäuscht.

Das Buch beginnt weit in der Zukunft und die Geschichte endet dort ebenfalls. In diesen Ausschnitten sind kleine Zukunftseindrücke zu finden, z.B. schwebende Schuhe oder Grabsteine mit einem Monitor.
Der Schreibstile ist sehr abwechslungsreich und etwas was ich bisher eher selten zu Gesicht bekommen habe. Anders als bei vielen Romanen, wird die Geschichte aus der Sicht der dritten Person erzählt und ist dabei allwissend. Das heißt, der Leser hat Einblick in die Gedanken aller Personen. Ich fand diesen Schreibstile sehr interessant, konnte aber kaum mit den Charakteren warm werden, weil durch diesen Erzählstile immer eine gewisse Distanz zwischen mir und den Charakteren vorhanden war.
Die Charaktere an sich sind gut gelungen. Allie ist trotz ihrer Amnesie sehr eigenständig und immer der Meinung sie wüsste, was am Besten wäre.
Luis wird als der eiserner und ehemaliger Soldat dargestellt, der Allie einen wichtigen Teil ihrer Vergangenheit verschweigt.
Beide Charaktere erscheinen mir sehr sprunghaft, als würde sie nicht hinter ihrer Meinung und Prinzipien stehen. Luis hat ständig davon geredet, dass er Allie nicht anrühren würde, damit sie wieder zu ihrem Ehemann zurück kann und in der nächsten Sekunde macht er genau das Gegenteil und zaubert ein romantischer Abend für ihn und Allie am See.
Wahrscheinlich lag es am Erzählstile, trotzdem konnte ich mit den Protagonisten nicht richtig warm werden.
Es gibt viele offene Fragen, die am Ende alle beantwortet werden. Auf mich hat, die große Antwort auf alle Fragen aber etwas gestellt gewirkt und konnte mich nicht richtig überzeugen. Außerdem ist es teilweise sehr verwirrend, warum wer was getan haben sollte.
Besonders schön finde ich aber, dass Allies Liste hinten im Buch ist und man selber schauen kann, was alles draufsteht!


"Memories to do: Allies Liste" konnte mich leider nicht überzeugen. Ich konnte mit den Personen nicht richtig warm werden und ich hätte mir gewünscht, dass die Memories to do-Liste mehr im Vordergrund gestanden hätte.


Sollte euch der Klappentext reizen, empfehle ich euch einfach selber zu entscheiden, ob ihr das Buch lesen wollt oder nicht. Das hier ist nur meine Meinung und Linda Schipp ist eine sehr junge und sehr sympathische Autorin, die es verdient hat, dass man ihrem Roman eine Chance gibt!

Hier ist meine Liste, von der LovelyBooks Leserunde :)