Mittwoch, 29. Juni 2016

Rezension: Die Canterbury Schwestern

Die Canterbury Schwestern von [Wright, Kim]
Titel:               Die Canterbury Schwestern
Autorin:          Kim Wright
Verlag:            Ullstein Verlag
Format:           Taschenbuch/ Ebook
Seitenanzahl:  384 Seiten

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Klappentext:
Che kann es nicht fassen: Sie ist mit acht anderen Frauen auf dem Weg von London nach Canterbury. In einem Brief hat ihre exzentrische, willensstarke Mutter ihrer Tochter aufgetragen, dorthin zu pilgern und ihre Asche zu verstreuen. Außerdem hat sich gerade auch noch ihr Freund von ihr getrennt. Das Letzte, was sie jetzt gebrauchen kann, ist ein als Pilgerreise getarnter Selbstfindungstrip. In alter Pilgertradition soll jede der Frauen auf dem Weg eine Geschichte über die Liebe erzählen. Che ist skeptisch, als die Wanderinnen damit beginnen. Doch die unterschiedlichen Geschichten der Frauen berühren sie tief. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat Che das Gefühl, ihren Weg zu kennen

Worum geht's? -Spoiler-
Che wurde gerade von ihrem Mann für eine andere verlassen. Dies führt zu ihrem Entschluss, endlich dem letzten Wunsch ihrer verstorbenen Mutter nachzukommen und deren Asche in Canterbury zu verstreuen. Aber nicht nur das, eine Pilgerreise gehört dazu, denn das war der letzte Traum ihrer Mutter. Anders als ihre Mutter hat Che keine Lust auf eine solche Wanderschaft und schon gar nicht darauf andere Leute dabei zu haben.
Aus diesem Grund beschließt Che die Wanderung alleine mit einer Führerin zu machen, denn den Weg alleine zu finden würde sich zu schwierig gestalten.
Kurzer Hand fliegt Che mit der Asche ihrer Mutter in einem Gefrierbeutel nach Großbritannien, um ihr ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Gerade während sie in London angekommen ist, erreicht sie die Nachricht, dass ihre Führerin absagen muss und der einzige Weg die Pilgerschaft noch zu machen, wäre mit einer Gruppe von anderen Frauen...

Die Canterbury Schwestern von [Wright, Kim]
Das Cover:
Mit leuchtenden und frischen Farben fällt einem das Buch ins Auge.
Wobei es auf eine interessante Weise den Pilgerweg zu der Kathedrale in Canterbury andeutet. Auch die verschieden Schriftarten der Überschrift verleihen dem Cover etwas Jugendhaftes und Frisches.

Meine Meinung:
Die Grundidee des Buches hat mich sehr gereizt. Mir gefiel die Idee, das eine Frau sich auf eine Wanderschaft begibt mit anderen und dabei zu sich selber findet. Ebenfalls hatte ich mit etwas leichtem Humor gerechnet, der dem eventuell angeschnittenen Themen etwas, das schwere nehmen würde.
Leider war dem nicht so. Es mag sich vielleicht lustig anhören, wenn ich schreibe, dass Che ihre Mutter in einem Gefrierbeutel durch die britische Landschaft schleppt, allerdings war davon beim Lesen nichts zu spüren.

Der Schreibstil war gut und leicht zu lesen, allerdings hat sich die Handlung sehr gezogen und der Schreibstil das leider nicht ausgleichen.
Bis kurz vor Canterbury bleibt die Handlung wenig ereignisreich. Jede der Frauen erzählt nach und nach ihre Geschichte. Wobei mir diese Geschichten nicht wirklich unterhalten haben. Sie waren für mich eher langweilig und nicht wirklich berühren, wobei dass deutlich anders sein sollte.
Ich denke, das mag daran gelegen haben, dass ich einfach keine Bindung zu den verschiedenen Charakteren aufbauen konnte und die ständig verwechselt habe. Insgesamt sind 9 Frauen unterwegs. Alle werden recht früh in ein paar Sätzen vorgestellt und danach wird nur noch vereinzelt auf bestimmte eingegangen.
Kurz vor dem Erreichen von Canterbury ereignet sich dann noch einmal ein Zwischenfall, der für mich nicht wirklich zu der Geschichte gepasst hat. Ich könnte mich vorstellen, dass die Autorin damit zeigen wollte, wie sich Ches Sicht auf die Dinge geändert haben mag.

Unzählige Male schweift die Protagonisten ab und erzählt aus der Vergangenheit oder von ihrer Sicht auf die Gesellschaft. Leider fehlt das weniger tiefgründiger aus, als es sich vielleicht anhören mag. Wirklich spannend war das für mich nicht. Ebenfalls haben in den Erzählungen aus der Vergangenheit keinerlei Bezüge zu der gegenwärtigen Handlung gesehen. Außer selbstverständlich, dass Che ja die Reise für ihre Mutter macht.

Das Ende war für mich genauso ereignislos wie der Rest des Romans. Die kleine Liebesgeschichte war zwar sehr nett, allerdings auch sehr voraussichtlich. Für mich hätte man diese aber auch weglassen können.


Die Pilgerwanderung von Che konnte mich leider nicht überzeugen. Die Handlung hat sich sehr gezogen und ich konnte keine Verbindungen aufbauen, weder zur Protagonistin noch zu ihren Mitstreiterinnen.