Donnerstag, 29. Juni 2017

Die Documenta 14 ~ Literaturreise

Hey there,
ich war am Dienstag in Kassel auf der Documenta 14.
Obwohl ich gerade mal eine Stunde von Kassel entfernt wohne, habe ich bisher nie die Chance genutzt, die Documenta zu besuchen.
Nun, da ich da war, möchte ich euch gerne ein paar Tipps geben.

Was ist die Documenta?
Eine zeitgenössische Kunstausstellung, die alle 5 Jahre stattfindet. Sie zählt zu den bedeutensdsten Kunstausstellungen der Welt und dauert immer 100 Tage.
Dieses Jahr findet sie an zwei Standorten zeitgleich statt, Kassel und Athen.
In Kassel gibt es 35 Ausstellungsorte, die Teil der Documenta sind. Die verschiedenen Ausstellungen sind täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Meine Erfahrung:
Besonders gespannt war ich auf den Parthenon aus Büchern.
Ich hatte das Bauwerk vorab bereits auf einigen Fotografien gesehn und war sehr gespannt.

Bekannte "banned books" waren unteranderem Harry Potter, Twilight,
Gossip Girl oder Märchen der Brüder Grimm.

Der Parthenon wurde von Marta Minujín erbaut und trägt den Namen "Parthenon of Books". Das Gebäude wurde aus verbotenen Büchern erbaut. Die jeweiligen Büchern konnten für das Projekt gespendet werden. Das Ganze ist auf dem Friedrichsplatz vor der Kunsthalle Fridericianum zu bewundern.
Zu allererst einmal eine ungewöhnliche Idee und eine interessante noch dazu. Leider hat mir die Umsetzung nicht ganz zu gesagt. Wenn man sich die einzelnen Säulen des Parthenons ansieht, dann fällt einem sofort ins Auge, dass einige Bücher sehr oft verbaut wurden. Z.B  ist eine bestimmte Version von Stephanie Meyers  Twilight ungewöhnlich oft zu sehen, was ich sehr schade finde.
Meins Erachtens wäre es interessanter gewesen, die Bücher in verschiedenen Sprachen an den Säulen zu sehen oder verschiedene Ausgaben.



Ich habe die Documenta-Halle, die Kunsthalle Fridericianum, Neue Galerie und Orangerie besucht.
Am besten hat mir die Ausstellung in der Kunsthalle Fridericianum gefallen. Die Themen dort waren recht abwechslungsreich.
Besonders auffällig war, dass viele der Künstler in ihren Werken die aktuelle politische Lage darstellen. Es ging viel zählig um Fluch und Vertreibung. Eine Thematik, die ich nicht besonders interessant finde. Natürlich meine will ich keinen angreifen und für Missverständnisse sorgen. Die aktuelle Flüchtlingslage ist ein sehr wichtiges Thema und es sollte jeden etwas angehen. Allerdings ist es nicht eine Thematik, die ich im künstlerischen Stile besonders ansprechend und interessant finde. Dennoch war es interessant zu sehen, wie die Künstler die aktuellen Situationen auf unterschiedliche Weisen in ihrer Kunst einbauen und verarbeiten.

Mein Lieblingskunstwerk befand sich in der Documenta-Halle. Es trägt den Titel "Historja" von Britta Marakatt-Labbba. Mit diesem Kunstwerk konnte ich am meisten anfangen und es hat Eindruck bei mir hinterlassen.


Ich hatte mich vor meinem Besuch nicht sonderlich groß über die Documenta 14 informiert. Ich wollte möglichst unvoreingenommen an die Ausstellungen herangehen. Vielleicht hätte ich mich vorab mehr informieren sollen, jedoch ging es mir größten Teils so, dass mir die Informationen zu den einzelnen Werken fielen. Ich hätte mir gerne Hintergrundinformationen zu den Werken und Künstlern gewünscht. Oftmals steht lediglich ausschließlich der Künstler und der Name des Werkes (wenn es den einen hat!!) daneben.
Man sagt ja so schön:"Die Kunst liegt im Auge des Betrachters". Oftmals war es mir nicht möglich Kunst in vielen Werken zu sehen oder ihre Aussage.

Im Großen und Ganzen bin ich froh einmal bei der Documenta zu Besuch gewesen zu sein, wodurch ich nun weiß, was ich verpasse oder eben nicht. Ich würde mir wünschen, dass die Informationen zu den einzelnen Werken mehr zugänglich wären.
Die Thematik der Documenta 14 hat nicht mein Interesse getroffen und zu einem anderen Thema hätte sie mich mehr angesprochen.
Zusammenfassend: Dokumenta gerne wieder, aber nächstes Mal zu einem anderen Thema!

Kleine Tipps:
- wenn ihr einen Rucksack mitbringt werdet ihr oft darum gebeten, diesen vorab an der Gaderobe abzugeben
-fragt beim Ticketkauf unbedingt nach einem Lageplan der Ausstellungsorte

Die offiziellen Seite der Documenta ist in meinen Augen nur mäßig informativ. Wenn ihr selber überlegt die Documenta zu besuchen, dann schaut einmal auf dieser Seite vom HNA vorbei. Dort bekommt ihr alle wichtigen Informationen rund um die Documenta und die Anreise.
Ansonsten ist der Artikel auf ART Magazine auch sehr empfehlenswert.

Bis dann,