Mittwoch, 26. Juli 2017

Rezension: Textrovert ~ Lindsey Summers



Titel:               Textrovert
Autorin:          Lindsey Summer
Verlag:             Kids Can Press
Sprache:          Englisch
Seitenanzahl:   240 Seiten

 Verlag | Amazon | Wattpad | 17,95$




Wie kam ich zu dem Buch?
Ich habe dieses Buch auf Instagram entdeckt. Ja, immer häufiger verleitet Instagram mich dazu Bücher zu kaufen... ich sollte wirklich etwas an meinem Kaufverhalten ändern!

"The Cell Phone Swap" oder "Textrovert"?
Jedenfalls habe ich mir das Buch genauer angeschaut und entdeckt, dass "Textrovert" zu erst auf Wattpad unter dem Namen "The Cell Phone Swap" veröffentlich wurde und dort einen sehr großen Lesegemeinschaft hatte.
Vielleicht mag das dem einen oder anderen an die "After"-Reihe von Anna Todd erinnern. Die Autorin ihre Geschichte zu erst auch auf Wattpad veröffentlicht. Jedoch haben die beiden Geschichten  nicht viel gemeinsam.

Kleiner Spoiler: Ich habe zuerst angefangen "The Cell Phone Swap" auf Wattpad zu lesen. Während des Lesens hat mir die Geschichte so gut gefallen, sodass ich noch während dessen, das Buch bestellen musste.


Meiner Meinung:
Durch Zufall vertauscht Keeley ihr Handy mit einem Fremden.
Und ausgerechnet fährt dieser für eine Woche in ein Football Camp mit IHREM Handy. Keeley kommt nicht darum herum mit dem Fremden Kontakt aufzunehmen. Leider entpupt sich der Fremde als ziemlich arrogant. Da die beiden auf den jeweils anderen angewiesen sind, um ihre Nachrichten zu erhalten, kommen sie nicht umher sich zu schreiben.
Schnell bemerkt Keeley, dass der Junge auch andere Seiten an sich hat und sogar witzig sein kann.
Viel zu schnell ist die Woche rum und ein Handyaustausch steht an. Keeley ist nervös, wie wird der Fremde in Wirklichkeit sein, werden sie sich trotzdem noch schreiben?

Mit "Textrovert" ist Lindsey Summer eine sehr abwechslungsreicher Debütroman gelungen.
Mit Keeley hat Lindsey Summer eine sehr sympathische Protagonistin erschaffen. Sie war bisher  das graue Mäuschen und stand hinter ihrem Zwillingsbruder Zack, dem Star Quarterback ihrer High School. Anstatt wie er auf Partys zu gehen, bleibt sie lieber zu Hause und verbringt ihre Zeit mit ihrer besten Freundin.
Während der Geschichte erlebt man als Leser, wie Keeley sich entwickelt. Von dem etwas schüchternen Mädchen, zu einer starken Frau, die  ihre Meinung frei äußert.

Auch an Talon (der Fremde) habe ich einen Narren gefressen. Er ist der Typ von Junge, der einen immer neckt und ärgert. Teilweise sogar ziemlich unanständig, aber wenn dann seine liebenswerte Seite durchblitzt, dann kann man ihm alle verzeihen.
Es war unglaublich süß und herzerwärmend zu sehen, wie Keeley und Talon sich zusammen verhalten. Beide wachsen durch ihr Beziehung zu einander.
Ich nehme mal an, dass die wenigsten Deutschen ein Ding für Peeps haben und die meisten übberhaupt jemals von diesen kleinen zuckrigen Geschöpfen gehhört haben. Nichtsdestotrotz haben sie der Geschichte den gewissen Reiz verliehen. Wo kann ich meine Pepps bestellen?


Der Schreibstile von Lindsey Summer ist sehr angenehm zu lesen. Für Leute, die noch nicht sehr viele englische Bücher gelesen haben, mag dieses Buch genau richtig sein. Das Englisch ist nicht zu anspruchsvoll und trotzdem schön zu lesen.

Gibt es Unterschiede zwischen "The Cell Phone Swap" und "Textrovert"?
Als ich das Buch angefangen habe, war ich ziemlich erstaunt. Gleich zum Anfang sind mir einige sehr entscheidende Unterschiede aufgefallen.
Der größte Unterschied wird wohl sein, dass sich Textrovert nur auf die Liebesgeschichte zwischen Keeley und Talon fokussiert. In TCPS gibt es verschiedene Handlungsstränge, zum einen Keeleys Job in dem Surf Shop und zum anderen die familiäre Situation ihrer Freundin Nicki.

Im Großen und Ganzen konnte mich Nicki, Keeley beste Freundin, nicht überzeugen. In "Textrovert" war sie für mich eher ein grauer Charakter. Sie war ganz nett, aber viele Infos hat der Leser nicht zu ihr bekommen. Wohingegen in TCPS ihr Charakter manchmal etwas übertrieben dargestellt wird, aber man sie nur ins Herz schließen kann. In TCPS war sie neben Talon mein Lieblingscharakter. In "Textrovert" war ich von ihr leider enttäuscht.
Außerdem hat Keeley in TCPS einen Nachhilfelehrer. Den sie auch ziemlich gut findet und sich mehr erhofft. In "Textrovert" existiert dieser gar nicht. Stattdessen erfahren wir mehr über Keeleys Exfreund. 
Stark sieht in "Textrovert" der Wandel Keeleys im Vordergrund, welcher in TCPS nur angedeutet wird und der Leser diesen selber bemerkt, wird er in "Textrovert" mit der Nase darauf gedrückt.
Lindsey Summers sagt selber, dass man in "Textrovert" die besten Stellen aus TCPS zu lesen bekommt, allerdings in der komprimierten Version.
In gewisser Weise kann ich mich ihr anschließen. Die besten und bezaubertsten Stellen aus TCPS sind zwar in "Textrovert", allerdings haben sie auf mich nicht in dem gleichen Maßen gewirkt wie in TCPS. Vermutlich mag es daran liegen, dass viele Szenen, die die Beziehung der beiden kompliziert haben, weggelassen wurden. Selbstverständlich gibt es noch genug Probleme zwischen Keeley und Talon, aber nur die wichtigsten ;)
Dadurch, dass die Geschichte verkürzt wurde, lernt man Keeley, Talon, Zack und Nicki nicht in dem gleichen Maß kennen, wie in TCPS.

Habt ihr TCPS noch nicht gelesen, dann kann ich euch "Textrovert" nur wärmstens empfehlen, die perfekte Sommerromanze! Solltet ihr TCPS bereits auf Wattpad gelesen haben, dann sieht meine Empfehlung etwas anders aus. Textrovert ist immer noch eine tolle Geschichte, allerdings hat mir TCPS noch ein bisschen besser gefallen. Vor allem der Fund der Schatzsuche hat mich in TCPS einfach zum Lachen gebracht. Ich war traurig zu sehen, dass diese Szene in Textrovert umgeändert wurde.


Trotz der vielen Änderungen zu " The Cellphone Swap" hat "Textrovert" mir sehr gefallen. Eine  interessante Handlung, tolle Protagonisten und eins angenehmer Schreibstile machen "Textrovert" zu einem tollen Leseerlebnis.