Sonntag, 4. Februar 2018

Rezension: we were liars ~ E. Lockhart




Titel:              We were liars
Autorin:         E. Lockhart
Verlag:           Hot Key Books
Band:             Einzelband
Seitenanzahl: 225 Seiten

Verlag | Amazon |  5,12€




Wie kam ich zu dem Buch?
Schon seit Langem  steht "we were liars" auf meiner Leseliste.
Es gibt keine Buchhandlung, in der dieses Buch nicht liegt, es gibt keinen Buchblogger oder Bookgrammer, der dieses Buch nicht schon gelesen hat. Es ist einfach unausweichlich.
Als ich dann ein online Bestellung erledigen musste, fehlten mir noch ein paar Euros zum kostenlosen Versand. Und was soll ich sagen, plötzlich war das Buch eben in meinem Warenkorb und die Bestellung abgeschickt.
Ich habe bereits "The Boyfriend List" von E. Lockhart gelesen. Die Rezension findet ihr hier.


Worum geht's?
We are the Liars
We are beautiful, privileged
We are cracked and broken
A story of love and romance
A tale of tragedy

Which are lies?
Which is truth?
You decide
(Klappentext)


Meine Meinung:
Ich wusste vor dem Lesen nicht was, mich erwarten würde. Wenn ich Bücher interessant finde und weiß, dass ich sie auf jeden Fall lesen werde, dann informiere ich mich nicht über deren Inhalt, sondern suche nur nach einer groben Meinung.
Im Falle von "We were Liars", gibt der Klappentext nicht viel an Informationen. Meistens auch aus gewissen Gründen.
Desto weniger  man über "We were liars" weiß, um so besser. Lasst das Buch einfach auf euch wirken! Deswegen gibt es heute eine sehr kurze und spoilerfreie Rezension:

Cadence ist eine Sinclair. Sie gehört zu einer angesehenen, reichen amerikanischen Familie. Jeden Sommer verbringt sie ihre Ferien auf der privat Insel der Familie gemeinsam mit ihren "Liars", ihren Lieblingscousine, -cousin und einem Freund der Familie.
Cadence erzählt abwechselnd von verschiedenen Sommern auf der Insel und gewährt Einblicke in die Familiendynamik der Sinclairs.
Hauptsächlich geht um den 15. Sommer. Cadence hat durch einen Unfall gesundheitliche Probleme und kann sich  nicht mehr an diesen Sommer erinnern. In Sommer 17 gekehrt sie auf die Insel zurück und möchte endlich wissen, was wirklich passiert ist, da ihre Familie sie "schont" und nicht über den Sommer redet. Sie weichen ihr aus.

Früh während des Lesens wird einem bewusste, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, auch nicht der Ruf der Sinclairs.
Während des Lesen hatte ich immer damit gerechnet, dass die Liars einen großen Fehler machen, oder jemand  vorgibt etwas zu sein, was er nicht ist. Ich hatte mit etwas Ähnlichem zu "One of us is Lying" von Karen M. McManus (Rezension hier) gerechnet. Vielleicht mag es an dem Konstrukt mit den Lügen und Lügner liegen. Dennoch waren diese Bücher sehr unterschiedlich.
Diese Andeutungen an Lügen haben dazu geführt, dass ich alles in dem Buch hinterfragt habe, sowohl die Familienmitglieder, so wie ihr Verhalten, als auch Cadence selbst.


Cadence berichtet stückchenweise von den Sommern auf der Insel,nach und nach wird dem Leser einiges über die Familie Sinclaire bewusst. Teilweise macht sie mache Erfahrungen erst selbst im Laufe der Geschichte. Nach und nach ergibt sich das große Ganze mit seinem Ausmaß.
Die Spannung zieht sich über das ganze Buch und staffelt sich langsam aber sicher.Bis kurz vorm Ende wusste ich nicht, in welche Richtung es sich entwickeln würde.
Ich musste das Ende ganze 3 Mal lesen, so unglaubwürdig erschienen es mir. Ich konnte einfach nicht glauben, was dort stand.

"We were Liars" spricht einige ernstere Themen an. Dies geschieht sehr indirekt  und gibt dem Leser keine Meinung vor. Es bringt eher einen Denkanstoß und lässt einen seine eigene Meinung finden.
Im Fokus steht unteranderem Generationenunterschied zwischen den Familienmitgliedern und wie sie die Welt  unterschiedlich wahrnehmen.

Das Buch hat mich nicht von den Socken gehauen, aber es hat mich ungläubig zurückgelassen. Noch immer zweifel ich an dem, was ich gelesen habe und kann es einfach nicht glauben!
Gab es hinweise? Habe ich sie einfach überlesen?

Ihr merkt schon, ich kann nichts so recht dazu sage.
Was ich allerdings sicherweis ist, dass der Schreibstile von E. Lockhart wieder exzellent war und ein Genuss zu lesen. Ich habe die englischsprachige Version gelesen.  Diese war teilweise etwas anspruchsvoller, aber dennoch im Großen und Ganzen gut zu verstehen. Ich würde es Lesern mit einer mittleren Englischkenntnissen empfehlen.



Das Buch hat mich sehr ungläubig zurückgelassen. Es ist in keiner Weise, wie "The Boyfriend List" von E. Lockhart. Dennoch finde ich, dass man es gelesen haben sollte. Mir ist bisher noch nichts vergleichbares untergekommen.






Danke fürs Lesen

Quellen: 
https://www.amazon.de/We-Were-Liars-Lockhart/dp/147140398X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1511382563&sr=8-1&keywords=we+were+liars; 22.11.2017